Stralau gegen Lärm

Wasser

Gegen die Lärmbelastung auf der Stralauer Halbinsel und an der Rummelsburger Bucht

Schon früher brachten Ausflügler, Gaststätten und Musikdampfer Leben, aber auch Lärm auf Stralau. Doch seit leistungsfähige, basslastige Musik-Anlagen häufiger eingesetzt werden, hat sich die Situation verschlechtert. Über das Wasser wird vor allem tieffrequenter Schall von weither getragen, so dass an schönen Tagen überall Gewummer zu hören ist. Der Aufenthalt in Gärten und Parks wird unzumutbar und manche wünschen sich auch im Sommer schon Regenwetter, damit der Krach aufhört.

Wenn Sie sich auch betroffen fühlen: Bitte wehren Sie sich!

Wie lange wird der Krach andauern? Stört mich dieser oder jener Missstand genug? Kann ich deswegen die Polizei anrufen? Sollte ich das tun? Bin ich mit dem Problem alleine?

Solche oder ähnliche Fragen hat sich sicherlich jeder von uns schon gestellt. Und Sie können sich sicher sein: Der Lärm und die Bässe sowie die Vermüllung und der Missbrauch des Rummelsburger Sees stören jede/n Anwohner/in und Besucher/in! Sie sind also nicht alleine. Organisieren Sie sich mit Nachbarn und Freunden in Chat-Gruppen. Dokumentieren Sie Fehlverhalten, bringen Sie Ordnungswidrigkeiten möglichst zahlreich zur Anzeige und stehen Sie sich gegenseitig als Zeuge/Zeugin zur Seite.

Schreiben Sie Ihre/n Bürgermeister/in und Bezirksabgeordneten an. Beschweren Sie sich über die Missstände und formulieren Sie realistische Forderungen.

Wir fordern:

Ein Abspielverbot jeglicher verstärkter Musik im Freien am und auf dem Wasser zwischen der Elsenbrücke und der Insel Bullenbruch!

Ein Anlegeverbot an den Ufern, außer in einzelnen, besonders ausgewiesenen Bereichen sowie ein striktes Ankerverbot auf der Spree und dem Rummelsburger See!

Warum fordern wir das?

Damit die Ufer der Spree und des Rummelsburger Sees für alle Berliner und Berlinerinnen wieder ein zentraler Ort für naturnahe Erholung im urbanen Raum werden können, an denen sich alle mit Ruhe, Sauberkeit und Respekt begegnen.

Die Rummelsburger Bucht - Entwicklung 2004-2024

Die Rummelsburger Bucht im Sommer 2007.
Die Rummelsburger Bucht um 2004.
Die Rummelsburger Bucht im April 2023.
Verwaiste Schrottboote mit Müll im März 2023.
Seelenlose Boote im März 2023.
Ein schwimmender Schrottplatz. Mai 2023.
Ein Karpfen muss sich zwischen einer Dose Vodka Lemon und einer Take-Away-Verpackung sein Frühstück suchen. Mai 2023.
Wieder ist eine Partynacht auf der Bucht vorbei. An den Gastgeschenken kann man sich beim Sonntagsspaziergang erfreuen. Juni 2023.
Ein Haubentaucher nistet auf und neben Müll. Juli 2023.
Wohin nur läuft das Abflussrohr dieses Toilettenhäuschens?
Illegales Ankern im Naturschutzgebiet. November 2023.
Für die Nebelkrähen ist der Müll der Bootsgäste ein steter Quell der Freude. November 2023.
Das Natur- und Umweltamt konnte am Ufer des Plänterwaldes ein Ankerverbot erwirken. Zumindest diese Schrottboote sind für den Moment verschwunden (vgl. Foto Nr. 5 aus März 2023). November 2023.
Tenderboote, teils versunken. Zertretene Uferböschung am östlichen Uferweg der Halbinsel Stralau. Dezember 2023.
Keine veränderte Situation bei den Tenderbooten. April 2024.
Die Entenfamilie kann sich freuen. Die Anzahl an Schrott- und Hausbooten, wie hier im Hintergrund, sollte durch das neue Stillliegeverbot ab Juni 2024 deutlich geringer werden. Mai 2024.